15.06.2011
Rennen fĂĽr jedermann
Starkenburger Echo
 
 
Club der Hundefreunde: 116 Tiere flitzen in sechs Klassen über den Platz – Viel Spaß beim Hindernisparcours

HEPPENHEIM.
Lautes Bellen oder Quietschen sowie Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Gib Laut“ bestimmten am Pfingstsonntag die Atmosphäre beim siebten „Hepprumer Hunderennen“ des Heppenheimer Clubs der Hundefreunde auf dem Vereinsgelände am Ratsäckerweg. Angesichts des Trubels hatte so manches Herrchen oder Frauchen seine liebe Mühe, den munteren Vierbeiner unter Kontrolle zu halten.
Das Besondere an dem Wettbewerb ist, dass es sich um ein Mensch-Hund-Rennen für jedermann handelt. Teilnehmen kann jeder Hundeliebhaber gemeinsam mit seinem vierbeinigen Freund – ganz egal ob Vereinsmitglied oder nicht. „Wir wollen mit unserer Veranstaltung jeden Hundefreund ansprechen – vom aktiven Hundesportler bis hin zur Oma mit ihrem Schoßhund. Wir haben uns auch seit Jahren auf den Pfingsttermin festgelegt, damit sich das Rennen im Gedächtnis der Menschen einprägt“, erklärte Annika Wagner vom Organisationsteam.
In der Tat hat die Veranstaltung inzwischen bei zahlreichen Hundefreunden aus Heppenheim, aber auch der gesamten Region, einen festen Platz im Terminkalender eingenommen: Teilnehmer aus Mörlenbach, Schriesheim oder Zwingenberg sprechen für sich.
Die Regeln waren einfach zu verstehen: Der Hund wartete zwischen zwei Stangen auf das Startsignal seines Herrchens oder Frauchens und musste dann so schnell wie möglich diagonal über den Übungsplatz rennen, wo der Besitzer im Zielbereich mit Belohnungen wartete. Die Zeitmessung erfolgte über eine Lichtschranke, Messfehler waren somit ausgeschlossen. „Das ist aber auch nötig, schließlich geht es hier zuweilen um Hundertstelsekunden“, sagte Moderator Ralph Baumann.Großen Wert hatten die Organisatoren bei den Vorbereitungen darauf gelegt, dass alle Hunde die gleichen Siegchancen bekommen.

So wurden für die angemeldeten 116 Teilnehmer – im Vergleich zum vergangenen Jahr verzeichneten die Hundefreunde ein leichtes Plus von sechs Teilnehmern – sechs Klassen geschaffen. Welpen (bis sechs Monate), Senioren (ab acht Jahren, aufgeteilt in zwei Klassen je nach Schulterhöhe), kleine (Schulterhöhe bis 35 Zentimeter), mittlere (Schulterhöhe 36 bis 54 Zentimeter) und große Hunde (Schulterhöhe 55 Zentimeter und mehr) liefen um die Wette. Ob es sich um Rassehunde oder Mischlinge handelte, spielte keine Rolle.
Insbesondere bei den Welpen kamen die zahlreichen Besucher auf ihre Kosten. Die Unsicherheit auf den vier Pfoten sowie Verspieltheit waren dem einen oder anderen Hund noch deutlich anzumerken, sodass letztlich Schnelligkeit und Zielstrebigkeit mitunter darunter litten. Dafür sorgten die Welpen mit ihrer Unbekümmertheit und dem Spaß an der Sache oft für Gelächter unter den Zuschauern.
Die gute Laune war nach dem Rennen noch nicht vorüber, die Platzierungen waren für die meisten Teilnehmer ohnehin zweitrangig. Nach einer Vorführung der Gruppe „Leistung mit Spaß“ aus der Übungsgruppe „Gehorsam und Unterordnung“ ging es stattdessen gemeinsam mit dem Vierbeiner auf einen Parcours, den die Mitglieder des Clubs der Hundefreunde eigens für die Veranstaltung am Pfingstsonntag vorbereitet hatten. Die Vereinsmitglieder demonstrierten zunächst, wie der Hund unter Anleitung seines Herrchens die Hindernisse (unter anderen Tunnel, Slalomstangen, Hürden, Treppe) überwinden kann. Im Anschluss durften sich dann die vermeintlichen ,,Amateure“ austoben. Auch wenn hier logischerweise nicht alles gelang, hatten doch auch dabei alle Teilnehmer eine Menge Spaß.

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